Die Armlehne vergrösseren
Benötigtes Werkzeug:
- 12er Ringschlüssel oder Nuss
- Cuttermesser
- Dekupiersäge oder Stichsäge
- Bohrer Metall z. B. 4,8 für Gewinde M6
- Gewindeschneider M6
Material:
- Holzbalken z. B. 4x4 cm, Länge min. 37 cm
- Doppelseitiges Klebeband
- Schaumstoff
- Bezugsstoff
- Klettbandverschluss zum einnähen
1. Ausbau der Armlehne
Den Reißverschluss am hinteren Ende öffnen und Stoff so weit zurückziehen, bis die Mutter zu sehen und zu lösen ist. Mutter lösen und Armlehne abziehen.




Die Kunststoff-Einschubhülsen aus der Armlehne abziehen und Kleinteile sammeln.

2. Entfernen der Schaumstoffummantelung
Mit einem Cuttermesser den Schaumstoffkörper längsseitig aufschneiden. Vorsichtig die Verklebungen nach und nach lösen. So lässt sich der Schaumstoffkörper in einem Stück entfernen und kann ggf. zum Rückbau in den Originalzustand wieder verwendet werden.

3. Vorbereiten des Holzstückes
Da das Metallgrundgerüst der Armlehne leicht gebogen ist, empfiehlt es sich, das Holzstück möglichst passgenau anzugleichen. Hierzu einfach die Metalllehne auf das Holz legen und Form anzeichnen. Darauf achten, dass das Holzstück auf der äußeren, also der Seite, die zum Beifahrersitz zeigt, angebracht wird, da sich sonst die Lehne nicht mehr hochklappen lässt!!

Das Holzstück ragt in diesem Beispiel 14 cm über das fordere Ende der Metalllehne hinaus. (Längere Abmessungen haben zur Folge, dass die Lehne im hochgeklappten Zustand über die obere Sitzlinie hinausragt!) Im hinteren Bereich erfolgt der Schnitt ca. 3 cm vor der Gelenkachse. (Auf dem Bild der Bleistiftstrich quer)

4. Zuschneiden des Holzstückes
Mit einer Dekupiersäge lässt sich das Holzstück am idealsten zurechtschneiden. Ich denke, es geht aber vielleicht auch eine Stichsäge, wenn das Holzstück z.B. in einem Schraubstock festgespannt ist.


Alternative: Ich hatte kurz überlegt, den Umbau mit Brettern zu machen. (siehe Foto)
Da ich allerdings eine wunderbare Säge habe, habe ich mich für die passgenaue Variante entschieden. Bei Brettern auch auf möglichst leichtes Holz achten, sonst wird die Lehne eher eine Laste.


Hier sieht man, wie sich das Holzstück der Form der Grundlehne anpasst.

5. Vorbereitung der Verschraubung
Das Holzstück so an die Armlehne anlegen, dass die obere Kante mit der der Metallehne plan abschließt. Dann die drei Schraublöcher anzeichnen. Hier ist die Bauweise der Metallehne zu beachten. Die Bohrlöcher müssen so gewählt werden, dass ohne Probleme ein Gewinde geschnitten werden kann (in das Metall).


6. Verschrauben des Holzstückes und Kanten glätten
Die Bohrlöcher auf dem Metall anzeichnen, mit einem Bohrer vorbohren und jeweils ein Gewinde in das Metall schneiden. (In meinem Beispiel = Bohrer 4,8/Gewinde M6)
Die Bohrlöcher im Holz ausfräsen für die Senkköpfe der Schrauben. (Da das Ganze mit Schaumstoff verkleidet wird gehen aber auch normale Schrauben ohne Versenkung)
Beide Stücke passgenau verschrauben und Kanten glätten bzw. abrunden.





7. Abpolstern und Überziehen
Jetzt kommt die Abpolsterung mit Schaumstoff. Ich habe den Schaumstoff mit doppelseitigem Klebeband verklebt. Es sollte fester, formstabiler Schaumstoff verwendet werden. Dann Überzug nähen (lassen). Darauf achten, dass am hinteren Ende der Stoff wieder etwas gelöst werden muss zur Montage. Also nicht alles zunähen. Hier wurde von uns zunächst ein einnähbares Klettband verwendet.
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Ich muss sagen, dass ich den Schaumstoff noch mal wechseln werde, da meiner zu weich ist. Ist zwar von der Bequemlichkeit und Handhabung kein Problem, ist aber von der Formgebung her nicht so ideal.
Der "Omastoff" auf den Bildern ist daher auch nicht das Endprodukt, wie es in meinem Auto bleiben wird. Hier habe ich bei Conrad Kunstleder bestellt. Auch die Idee von Eric bezüglich Alcantara finde ich gut.
Ich denke, dass härterer Schaumstoff und ein Kunstlederüberzug/Alcantara zu einem formschöneren Ergebnis führt.
Hierzu in den nächsten Wochen mehr.....werde die Ergebnisse bis zum Endergebnis nachliefern!
In der Breitenwahl ist natürlich jeder frei. Ich selbst habe mich für die 7-8cm Variante entschieden, da meine Tochter öfter mal durch die "Sitzritze" nach vorne turnt. (Nicht während des Fahrens selbstverständlich) Außerdem mir reicht die Ablagefläche.


Viel Spass beim basteln wünscht Reinhard aus Berlin

copyright © Fil Koniaris, Hinwil-Hadlikon